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Zentai Fetisch

 
  Beim Zentai trägt der Sklave einen Ganzkörperanzug, der aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann.

Meist sind dies Lycra, Spandex, Nylon oder Latex, gemischt mit Baumwolle, Elasthan oder Polyester. Wobei beim Latex, anders als bei den anderen Materialien, der Kopf nie ganz bedeckt sein darf, da Latex nicht atmungsaktiv ist. Zentai Lycra-Ganzanzüge hingegen sind atmungsaktiv, wenngleich je nach Materialzusammensetzung das Atmen leichter oder schwerer geht.

Nicht nur der Kopf, sondern auch Hände und Füße sind beim Zentai komplett unter dem Ganzanzug verschlossen. Der meist dünne Stoff aus Lycra, Spandex oder Elasthan liegt eng wie eine zweite Haut an und der Blick auf jede Körperstelle des Sklaven ist frei und dennoch bedeckt.

Temperaturen, Berührungen oder Strafen werden im Zentai Lycra-Anzug meist intensiver vom Sklaven wahrgenommen, da der gesamte Körper permanent durch die Stoff-Berührung sensibilisiert wird.

Neben dem Aspekt des Spandex Fetisch oder des Lycra Fetisch, bei dem der Sklave das glatte Material als sexuell stimulierend empfindet und z.B. auch gern Lycra Strumpfhosen trägt, hat Zentai als SM-Praktik vor allem ein Ziel: Zentai macht den Sklaven zum anonymen, gesichtslosen Objekt.

Der Sklave wird ähnlich wie eine Gummipuppe beim Latex-Fetisch zur sich bewegenden Zentai Puppe, die nach den Befehlen der Herrschaft agieren muss. Die Anonymisierung durch Zentai ermöglicht vielen Sklaven nicht nur, ihren Lycra Fetisch offener auszuleben, sondern auch, sich eher als devoter Sklave hinzugeben.

Der Mut, im Zentai Dinge zu tun, die der Sklave sich sonst nicht trauen würde, ist größer, da er ein anonymes Objekt ist.

Durch die eingeschränkte Sicht und Atmung im Zentai Ganzanzug ist der Sklave abhängig von der Herrschaft und muss von ihr gesteuert werden. Auch diese Hilflosigkeit und Einschränkung seiner Person ist Bestandteil von SM-Rollenspielen im Zentai Lycra-Ganzanzug.

Zentai Sklaven sind zudem meist sehr körperbetont und Ästheten, die fließende Bewegungen im Zentai Anzug mögen.



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