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Ursprünglich wurde als Bondage eine kunstvolle Fesselung verstanden, die mit aufwendigen Knoten und meisterhaften Verschlingungen den Körper des Sklaven oder der Sklavin zu einem neuen Kunstwerk gestaltete und in Japan großen Anklang findet.
In der SM-Szene ist Bondage allerdings inzwischen der gebräuchliche Begriff für Fesselspiele aller Arten und als Teil von BDSM bekannt. BDSM, das für Bondage und Disziplin, Sadismus und Masochismus die Abkürzung ist, beinhaltet Praktiken, die zwischen dominanten und devoten Menschen im Einvernehmen ausgeübt werden. Die Fesselkunst Bondage ist eine davon.
Je nach Ziel des Bondage kann die Herrschaft ihren Sklaven unterschiedlich fesseln. Techniken und Bondage Material sind hilfreich, um ihn bewegungsunfähig zu machen. (siehe auch: Folienbondage) Wohingegen ein Zweckbondage dazu dient, ihn zu fixieren. Dafür genügen Handschellen, Lederfesseln oder Ketten für das Fesselspiel. Beim Folterbondage hingegen soll der Sklave bereits in seiner gefesselten Stellung leiden, wozu eine aufwendigere Fesselung, eine Zwangsjacke oder SM-Möbel wie das Andreaskreuz hilfreich sind, um den Sklaven beispielsweise mit Seilen zu fesseln. Fesselspiele wie Suspension, das Hängebondage, oder andere Seilbondage Spiele sollten nur von einer geübten Bondage Herrschaft ausgeführt werden.
Hat die Herrschaft den Sklaven mittels Fesselung fixiert, was bis zur totalen Bewegungslosigkeit praktiziert werden kann, beginnt oft erst das eigentliche SM-Spiel. Denn nun kann sie den Bondagesklaven benutzen wie sie möchte, ohne dass er sich wehren kann. Ob sie ihn einfach im fixierten Zustand lässt oder ihn schlägt, seinen Körper benutzt oder quält, weiß der Sklave nicht. Genau dieser Zustand des Ausgeliefertseins ist beim Bondage meistens der besondere Reiz.
Die Fesselkunst ist somit eher Mittel zum Zweck. Wobei allein das Fesseln den Sklaven häufig bereits unterwürfig macht, weil er weiß, dass er am Ende der Fesselung wehrlos ist, und sich die Dominanz der Herrschaft im Bondage Akt an sich ebenfalls ausdrückt. Sie hat das Seil in der Hand, sie knotet die Schlinge zu, sie hat die Macht.
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