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Angstspiele sind bewusst herbeigeführte Situationen, in denen ein Sklave Angst hat. Das Spiel mit der Angst sollte natürlich unter den BDSM Richtlinien SSC für safe, sane und consensual, also sicher, unter Berücksichtigung gesundheitlicher Grenzen und einvernehmlich, gestaltet und abgesprochen werden.
Vertrauen bei SM ist hier ebenso wichtig wie auch bei sonstigen Sklavenpraktiken in einer BDSM-Beziehung. Der Sklave muss sich sicher sein können, dass die Herrschaft ihn nur solchen Ängsten aussetzt, die er auch bewältigen kann, und ihn im Notfall auffängt.
Die Schwierigkeit bei BDSM-Angstspielen ist die Gratwanderung zwischen Absprache und Überraschung zu meistern. Denn Angstspiele, auf die man sich vorbereiten kann, lösen meist keine Angst mehr aus. Ausgeliefertsein, allein in einem dunklen Keller, mitten im Wald verlassen zu werden, durch eine düstere Gasse gehen zu müssen, gefesselt sein und stundenlang warten müssen - Beispiele für Angstspiele gibt es genug.
Angstspiele können so verschieden sein wie Sklaven selbst und je intensiver die BDSM-Beziehung zwischen Herrschaft und Sklave ist, um so sicherer wird die Herrschaft die Ängste des Sklaven kennen.
Der Reiz bei Angstspielen liegt für den Sklaven zum einen darin, dass in Angst- und Paniksituationen Stresshormone für eine hohe Durchblutung sorgen, die einer Erregung gleich kommt. Zum anderen aber auch darin, der Herrschaft uneingeschränkt zu vertrauen, indem sich der Sklave dem Angst Erleben, Ausgeliefertsein und der Überwindung der Angst stellt. Schafft er es, aus einem Angstspiel heraus zu kommen, ist die Freude und das Glück groß, und versetzt den Sklaven im besten Fall in einen Rauschzustand.
Für die Herrschaft kann das Spiel mit der Angst einen ganz anderen Kick haben, denn eine sadistisch veranlagte Herrschaft empfindet große Macht, wenn sie die Angst in den Augen ihres Sklaven sieht. Sein Vertrauen, die Verantwortung für die Situation und den Einfluss, den sie auf den Verlauf bei Angstspielen nimmt, sind für sie der eigentliche Reiz.
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